Mit dieser Veranstaltung erinnert das Rat & Tat Zentrum für Schwule und Lesben e. V. an die schwulen und lesbischen Opfer im Nationalsozialismus. Insgesamt sind im Zeitraum 1933 bis 1944 etwa 50.000 Männer wegen Homosexualität verurteilt. Weibliche Homosexualität wurde offiziell nicht unter Strafe gestellt. Und doch wurden missliebige, homosexuell begehrende Frauen mit Hilfe vorgeschobener Anschuldigungen in Konzentrationslager eingewiesen. Wie viele Lesben und Schwule in Konzentrationslager kamen ist unklar. Geschätzt werden zwischen 5.000 bis 15.000 Personen. Am 27.01. vor 61 Jahren wurden die Insassen des Konzentrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee befreit.
Prof. Rüdiger Lautmann wird über „Erinnerungskultur und vergessene Opfergruppen“ sprechen. Anschließend liest Helmut Koch aus Berichten und Zeugnissen von schwulen und lesbischen Opfern. Dann referiert Dr. Jörg Hutter über „Erinnerung an das Schicksal der Rosa-Winkel-Häftlinge am Beispiel von Karl Gorath“. In diesem Rahmen ist ein Gedenken an die schwulen und lesbischen Opfer des Nationalsozialismus vorgesehen. Stellvertretend für alle Opfer wird der schwulen Opfer, die während einer Studienreise im Sommer 1989 im Konzentrationslager Auschwitz ermittelt wurden, gedacht.
Freitag, den 27.01.2006 um 19 Uhr im kweer
Rückfragen an: Bernd Thiede, Tel.: 0421-700007
|