News, Nachrichten und Aktuelles...


Hier findet Ihr immer Neuigkeiten und Aktuelles rund ums schwul und lesbische Leben. Aber auch Nachrichten zu anderen wichtigen Themen wie Bi- und Transsexualität sollen hier nicht zu kurz kommen.

Wenn Ihr selbst Ideen habt, oder wenn Ihr gar selbst einen Artikel oder Eure Meinung geschrieben habt, dann würden wir uns freuen, wenn Ihr uns diesen Artikel zukommen lasst.


25 Jahre Rat & Tat Zentrum für Schwule und Lesben e.V., Bremen

Als logische Folgerung aus der Emanzipationsbewegung der 70er Jahre heraus
gründeten 7 schwule Männer im August 1982 den Verein unter dem Namen „Rat & Tat Zentrum für Homosexuelle“. Die Gründung fiel in eine Zeit der politischen Wende, den Beginn der Kanzlerschaft Helmut Kohls. Parallel dazu fiel die Entdeckung von Aids, Anlass für viele konservative Kräfte, Homosexualität weiter zu verteufeln. Zuvor hatte die sozialliberale Koalition den § 175 StGB teilweise liberalisiert und sexuelle Handlungen zwischen volljährigen Männern wurden nicht mehr bestraft.

Anfang Dezember 1982 bezog der junge Verein das erste Domizil in der Straße „Auf den Häfen“ und so entstand die Tradition, den Vereinsgeburtstag um den Nikolaustag herum zu feiern. Auch das neu erworbene Haus in der Theodor-Körner-Straße wurde 3 Jahre später am 6. Dezember offiziell eröffnet.

„Schwule beraten Schwule“, dieser Grundsatz der Selbsthilfe bestimmte die Arbeit und die Auseinandersetzung mit dem Bekenntnis zur eigenen Homosexualität und der alltäglich erfahrbaren Diskriminierung gleichgeschlechtlicher Lebensweisen.
Aber auch die Herausforderung durch die kurz vorher entdeckte neue Krankheit Aids wurde angenommen. Das heißt, es ging von Anfang an sowohl um gesellschaftliche Aspekte wie Akzeptanz und Diskriminierung als auch um den Umgang mit Krankheit und Tod. Der Kampf gegen Aids wurde zum integralen Bestandteil schwullesbischer Aufklärungsarbeit gemacht. Damit übernahm unser Bremer Zentrum eine Vorreiterrolle in Deutschland.

Rat & Tat, das war zunächst ein Ort schwuler Männer, auch wenn Frauen schon immer vertreten waren. Erst in den 90er Jahren entwickelten sich zunehmend lesbische Aktivitäten wie z.B. die Gründung des Lesbencafés Elledorado. Dazu wurde ein spezielles Beratungsangebot für Frauen eingerichtet. Die zunehmende Präsenz von Frauen führte 1997 zur Umbenennung des Vereins in „Rat & Tat Zentrum für Schwule und Lesben“ und zum neuen Namen „Kweer“ für das Café.
Gemeinsame Interessen verfolgten Frauen und Männer u.a. in der Auseinandersetzung mit dem Nazi-Unrecht. Der Sitz im Bremer „Beirat für Wiedergutmachung“ für nicht entschädigte Opfer, die Auschwitzreise mit dem ehemaligen Häftling Karl B., die Ausstellung über Felice Schragenheim, deren Leben Vorbild für den Roman „Aimée und Jaguar“ war und gemeinsame Gedenkveranstaltungen belegen dieses Engagement.
Parallel zur Beschäftigung mit der eigenen Situation war die Lage in anderen Ländern von größtem Interesse. Beispiele dafür sind die Europa-Reihe Mitte der 90er Jahre mit Vorträgen zu Skandinavien, Italien, Spanien und weiteren westeuropäischen Ländern genauso wie in jüngerer Zeit Berichte aus Serbien, Weißrussland oder der Ukraine.

Die Gründung der Aids-Beratungsstelle 1986 markierte den notwendigen Beginn professioneller Beratungstätigkeit. Das bedeutete allerdings keine Abkehr vom ursprünglichen Selbsthilfekonzept. Bis 1997 war zusätzlich die ehrenamtliche Beratergruppe aktiv und bis heute finden Selbsthilfegruppen selbstverständlich ihren Platz unter unserem Dach.
Ohne ehrenamtliche Arbeit ist Rat & Tat nicht denkbar. Mehrere hundert Helferinnen und Helfer haben uns durch all die Jahre unterstützt. Ihnen gebührt ein besonders herzlicher Dank.

Das Rat & Tat Zentrum wird sich auch in Zukunft engagiert für die Akzeptanz gleichgeschlechtlicher Lebensweisen einsetzen und wir hoffen auf weiterhin gute Zusammenarbeit mit allen interessierten Gruppen in der Stadt.

Presseerklärung zum Rahmenprogramm des Welt-AIDS-Tages 2007

Die Gemeinschaftsaktion zum Welt-AIDS-Tag 2007 in Deutschland steht unter dem Motto  „Gemeinsam stark. Gemeinsam gegen Aids.“ Das Motto verdeutlicht, dass jeder und jede Einzelne Verantwortung trägt. Für sich selbst und andere. Sie wird durchgeführt von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, der Deutschen AIDS-Hilfe und der Deutschen AIDS-Stiftung.
Hierbei unterstützen sie vier prominente Botschafter: Rapper Samy Deluxe, Eisschnellläuferin Anni Friesinger, Schauspielerin Christiane Paul und Fußballnationalspieler Philipp Lahm. Als Vorbilder machen sie mit ihrem Engagement auf die Immunschwächekrankheit AIDS und die wichtige  Aufklärungsarbeit zu HIV und AIDS aufmerksam. Sie fordern alle auf, sich und ihre PartnerInnen vor HIV zu schützen und sich über das Thema zu informieren. Das Thema ist weiterhin aktuell, da die gestiegenen Zahlen der Neuifektionen in den letzten Jahren zu Sorge Anlass geben. Alle sind eingeladen, sich an der Aktion zu beteiligen
In Deutschland lebten Ende 2006 etwa 56.000 Menschen mit HIV/AIDS. Davon lebten ca. 850 HIV-Positive und AIDS-Kranke in Bremen. Nach Informationen des Robert-Koch-Instituts stiegen bundesweit die neu diagnostizierten HIV-Infektionen im ersten Halbjahr 2007 um 9 Prozent im Vergleich zum Jahr ersten Halbjahr 2006, allerdings ist gegenüber dem zweiten Halbjahr 2006 ein Rückgang um 6 Prozent zu beobachten.
Auch in diesem Jahr sorgen die Aktionen und Veranstaltungen in Bremen rund um den Welt-AIDS-Tag dafür, dass die nicht heilbare Krankheit nicht in Vergessenheit gerät.
Schon am 8. November um 19 Uhr können sich alle Interessierten in Bremen im Rat & Tat Zenturm über den Welt-AIDS-Tag informieren und als Freiwillige melden.
 „Leben mit HIV/AIDS. Ergebnisse der 11. Europäischen AIDS-Konferenz in Madrid 2007“ heißt ein Vortrag vom HIV-Schwerpunktarzt Birger Kuhlmann, der am 14.11. um 19 Uhr im Rat & Tat Zentrum, Theodor-Körner-Str. 1 stattfindet.
Zum 12. Mal findet am 18.11. der „CineMarkt“ von 13 bis 17 Uhr im Modernes statt. Die Moderatorinnen und Moderatoren von Radio Bremen 4 werden wieder mit viel Elan die Versteigerung der Poster, Aufsteller und Materialien rund um das Kino zugunsten der AIDS-Beratungsstelle im Rat & Tat Zentrum präsentieren  und das Publikum begeistern.
Am 20 November um 20 Uhr liest Ekkehard Lampe-Steinhage im Rat & Tat Zentum aus dem Buch “Tod in Afrika. Mein Leben gegen Aids.“ von Edwin Cameron, der südafrikanische Richter am Berufungsgericht seines Landes ist.
Traditionell sind am Welt-AIDS-Tag (1.12.) freiwillige Helferinnen und Helfer auf den Märkten in der Neustadt, der Innenstadt und Findorff unterwegs, um Spenden für die notwendige AIDS-Arbeit des Rat & Tat Zentrums zu sammeln. Am Welt-AIDS-Tag (1.12.) findet um 19 Uhr der Ökumenische AIDS-Gottesdienst in der Friedensgemeinde in der Humboldtstr. statt. Die Vorbereitungsgruppe aus MitarbeiterInnen der Friedensgemeinde, der katholischen und evangelischen Kirche Bremens, des Gesundheitsamtes Bremen (AIDS/STD-Beratung), des Rat & Tat Zentrums (AIDS-Beratung), der Homosexuellen und Kirche, der Frauengruppe und der internationale Jugendchor „northern spirit“ gestalten diesen AIDS-Gottesdienst.

Rückfragen an:
Bernd Thiede
0421 - 70 41 70

 

AIDS Teddy 2007 ist da!

Ausgestreckt ist er fast 13 cm lang, hat ein wuscheliges weiches Fell und ist im Farbton mittelbraun. Der freundliche Ausdruck wird durch seine Kapuzenjacke unterstützt. Um den Hals trägt er eine rote Schleife.

AIDS Teddy 2007

Anlässlich des Welt-AIDS-Tages am 1. Dezember wird dieser knuddelige Bär in ganz Europa gegen Spende abgegeben. Er gilt als Botschafter der Sympathie und Solidarität mit HIV-infizierten und an AIDS erkrankten Menschen sowie ihren Freunden und Angehörigen.

Reihen Sie sich ein und nehmen Sie diesen Solibär als Nikolaus- und Adventsüberraschung oder einfach als einen kleinen Gruß an einen lieben Menschen.

Gegen eine Spende von mindestens 5,00 Euro unterstützen Sie die Arbeit der AIDS-Beratung des Rat und Tat Zentrums in Bremen. Sie erhalten den AIDS-Teddy in der AIDS/STD-Beratung des Gesundheitsamtes, in der Centauren- und Euro-Apotheke, an den Aktionen am 01.12. in der Neustadt und in Findorff und vor und im Kapitel 8 an der Domsheide. Und selbstverständlich zu den Büro- und Beratungszeiten des Zentrums: Mo., Mi., und Fr. von 11 bis 13 Uhr sowie Dienstag von 10 bis 18 Uhr und Donnerstag von 10 bis 15 Uhr, Theodor-Körner-Str. 1 (Ostertor).

Übrigens sind die AIDS-Teddies nur echt, wenn sie das AIDS-Teddyzeichen tragen. Sie sind ohne Kinderarbeit hergestellt, tragen das Qualitätszeichen CE und bei 30 Grad waschbar.
Die Teddies dürfen nicht zu kommerziellen Zwecken benutzt werden und stehen nur für die Spendengewinnung oder als Sympathie- und Präventionsbotschafter im Aids-Bereich zur Verfügung. Ein Teil Ihrer Spende geht auch an Aids-Projekte in die sogenannte Dritte Welt.

Wichtig für Sammler: Die Teddies sehen jedes Jahr anders aus und werden jeweils in limitierter Auflage abgegeben. In diesem Jahr sind sie mittelbraun mit Kapuzenjacke und einfach zum Knuddeln!

 

 

 


 

Frühere Artikel

Juli 2007 - Beamtenrecht
Dezember 2006 - neue AIDS Teddys, Thekenhelfer gesucht
August 2006 - Fußball-WM und CSD
Mai 2006 - 20 Jahre AIDS Beratung
Januar 2006 - Tag des Gedenkens
Dezember 2005 - Welt-AIDS-Tag und Gala
September 2005 - Reiner 10 Jahre im Vorstand
August 2005 - Besuch Volker Beck
Juli 2005 - CSD Bremen
Mai 2005 - Aktion 1zu1
Dezember 2004 - Welt-AIDS-Tag
Oktober 2004 - Renovierung, Wartmann Lesung.
September 2004 - Buju Banton u.a.
März 2004 - 10 Jahre Lesbenarbeit
Januar 2004 - Renovierung des Zentrums



    Theodor-Körner-Straße 1  |  28203 Bremen